Werden Bedenken vorgebracht, schallt es immer wieder aus den „Tiefen“ des Bauleitverfahrens: „alles noch viel zu früh“.

Allerdings: Gutachten die von der Verbandsgemeinde beauftragt wurden, oder Grundstücksverkäufe, etc. die helfen das Gebiet als Gewerbegebiet entwickeln zu können werden vorangetrieben. Und das alles obwohl die zwingende Grundvoraussetzung, nämlich die Zuweisung der Funktion ‚Gewerbe‘ im Regionalplan, noch gar nicht genehmigt ist.

Kommentar:

Was bisher noch keiner sagte – und ich finde, das ist ein sehr positives Argument für beide Parteien: Das bürgerliche Engagement ist außerordentlich gut und wenn sich Bürger mit ihren Einwänden und Bedenken äußern, ist das zunächst mal der Sache förderlich und sollte nicht zeitlich aufgeschoben werden. Viele Aspekte können so im Vorfeld diskutiert werden. DAS wäre mal ein Thema und ein Lob, das die Regionalpresse aufgreifen könnte und nicht die unterschwellige Überheblichkeit mancher Kommunalpolitiker. Denn ein Grund, z. B. hydrologisches Gutachten erst später zu machen, könnte darin liegen, dass es dann die Ortsgemeinde zu finanzieren hat.
Genau diese Unterschätzung ist es auch, die noch ganz andere Projekte zu Fall gebracht hat. Von daher: der Glanz, den einige in dem Projekt sehen, fängt an zu verblassen.

Die Öffentlichkeitsbeteiligung im Fächennutzungsverfahren war außerordentlich gut. Und dabei war es nur die erste Beteiligungsmöglichkeit. Die zweite (und auch noch wichtigere) Offenlegung mit Bürgerbeteiligung kommt zudem noch und auch da gilt es alle Bedenken nochmal vorzutragen.

Markus Fries